WM 2026 Viertelfinale Rückblick: Das Halbfinale ist komplett – vier Top-Nationen unter sich
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Das Viertelfinale der WM 2026 ist abgeschlossen, und das Halbfinal-Tableau hätte kaum prominenter ausfallen können: Am 11. Juli setzte sich England mit 2:1 nach Verlängerung gegen Norwegen durch – Jude Bellingham traf doppelt –, während Titelverteidiger Argentinien die Schweiz nach Unterzahl-Drama mit 3:1 nach Verlängerung bezwang. Zusammen mit den früheren Siegen Frankreichs (2:0 gegen Marokko) und Spaniens (2:1 gegen Belgien) stehen damit vier Halbfinalisten fest, die laut FOX Sports und Yahoo Sports erstmals in der WM-Geschichte allesamt aus den vier bestplatzierten FIFA-Nationen stammen. Was die beiden Verlängerungs-Krimis vom 11. Juli für die Halbfinal-Paarungen bedeuten, zeigt dieser datenbasierte Rückblick.

Wichtige Kennzahlen
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Viertelfinal-Ergebnisse (11. Juli) | England 2:1 n.V. Norwegen · Argentinien 3:1 n.V. Schweiz |
| Bellinghams Ausbeute gegen Norwegen | 2 Tore (45.+2, 93.) |
| Schweizer Platzverweis | Embolo (72., Gelb-Rot nach VAR wegen Schwalbe) |
| Halbfinalisten | Frankreich, Spanien, England, Argentinien |
| Besonderheit | erstmals alle vier Top-FIFA-Nationen im WM-Halbfinale |
| Englands letztes WM-Halbfinale davor | 2018 |
| Argentiniens Halbfinal-Serie | drittes WM-Halbfinale in Folge |
Ergebnisse und Statistiken laut FIFA, ESPN und Al Jazeera (11. Juli 2026).
England – Norwegen 2:1 n.V.: Bellinghams Doppelpack in Miami
Im Hard Rock Stadium von Miami Gardens sah England lange wie der Verlierer aus: Andreas Schjelderup brachte Norwegen in der 36. Minute in Führung. Doch Jude Bellingham glich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+2) zum 1:1 aus und traf dann in der 93. Minute – drei Minuten nach Beginn der Verlängerung – zum 2:1-Siegtreffer, als er einen vom norwegischen Torhüter abprallenden Ball verwertete. Für die Three Lions ist es der erste Einzug ins WM-Halbfinale seit 2018 und das erste WM-Duell mit Argentinien seit 2002.
Es war der Auftritt eines Matchwinners: Bellingham war vor dem Viertelfinale nur eine Gelbe Karte von einer Halbfinal-Sperre entfernt, blieb aber ohne Verwarnung – und profitiert nun zusätzlich davon, dass die Gelb-Karten-Konten nach dem Viertelfinale zurückgesetzt wurden. Norwegen um Torjäger Erling Haaland (bei sieben Turniertoren eingefroren) scheidet trotz couragierter Leistung aus.
Argentinien – Schweiz 3:1 n.V.: Überzahl entscheidet den Krimi
Im Arrowhead Stadium von Kansas City lieferten sich Argentinien und die Schweiz einen Fight, der erst durch einen Platzverweis kippte. Alexis Mac Allister brachte den Titelverteidiger in der 10. Minute in Führung, Dan Ndoye glich für die Nati in der 67. Minute aus – 1:1 nach 90 Minuten. Der Wendepunkt: In der 72. Minute sah Breel Embolo nach einem VAR-Studium die Gelb-Rote Karte wegen einer Schwalbe (zunächst war Paredes verwarnt worden, der Videobeweis zeigte jedoch, dass Embolo vor dem Kontakt fiel). Gegen die dezimierten Schweizer erzwang Argentinien in der Verlängerung die Entscheidung: Julián Álvarez traf in der 112. Minute, Lautaro Martínez in der Nachspielzeit (120.+1) zum 3:1-Endstand.
Für Argentinien ist es das dritte WM-Halbfinale in Folge – die Schweiz verlässt das Turnier laut ESPN „furious" (wütend) über den Platzverweis, der die Partie zu Argentiniens Gunsten drehte.
So sieht das Halbfinale aus
Mit den beiden Ergebnissen vom 11. Juli stehen die Paarungen der Runde der letzten vier fest. Bemerkenswert: Es ist laut FOX Sports und Yahoo Sports das erste Mal in der WM-Geschichte, dass die vier bestplatzierten FIFA-Nationen – Frankreich, Spanien, England und Argentinien – gemeinsam das Halbfinale erreichen.
| Halbfinale | Partie | Termin (MESZ) | Spielort |
|---|---|---|---|
| HF 1 | Frankreich – Spanien | Di., 14. Juli, 21:00 | AT&T Stadium, Arlington/Dallas |
| HF 2 | England – Argentinien | Mi., 15. Juli, 21:00 | Mercedes-Benz Stadium, Atlanta |
Ausgeschieden im Viertelfinale sind Marokko (0:2 gegen Frankreich), Belgien (1:2 gegen Spanien), Norwegen (1:2 n.V. gegen England) und die Schweiz (1:3 n.V. gegen Argentinien). Der Sieger aus Frankreich – Spanien trifft im Finale am 19. Juli im MetLife Stadium (New York/New Jersey) auf den Gewinner von England – Argentinien.
Was der Wettmarkt sagt
Englands Sieg über Norwegen hatte die deutlichste Wirkung auf den Titelmarkt: Die Quote der Three Lions verkürzte sich von zuvor 5,60–6,54 auf 4,10 bei FanDuel bzw. 5,90 bei ESPN – bei FanDuel ist England damit zum zweiten Favoriten aufgestiegen. Argentinien blieb nach dem Erfolg gegen die Schweiz mit 5,00–5,20 nahezu stabil, Frankreich führt den Markt unangefochten mit 2,35–2,50 an (Stand: 13. Juli 2026, vormittags ET). Auch im Torjäger-Rennen bewegte sich etwas: Bellinghams Doppelpack brachte ihn auf sechs Turniertore und in die erweiterte Kandidatengruppe. Die vollständige Titelmarkt-Analyse nach dem Viertelfinale steht in unserer Titelquoten-Übersicht, die kompakte Halbfinal-Einordnung in der Halbfinal-Vorschau.
- England schlug Norwegen 2:1 n.V. (Bellingham 45.+2 und 93.) und steht erstmals seit 2018 im WM-Halbfinale.
- Argentinien bezwang die Schweiz 3:1 n.V.; nach Embolos Gelb-Roter (72.) trafen Álvarez (112.) und Lautaro (120.+1).
- Das Halbfinale: Frankreich – Spanien (14. Juli) und England – Argentinien (15. Juli).
- Erstmals in der WM-Geschichte stehen die vier Top-FIFA-Nationen gemeinsam im Halbfinale.
- Englands Titelquote verkürzte sich auf 4,10–5,90; Frankreich bleibt Favorit (2,35–2,50).