WM 2026 Rückblick 6. Juli: Ein Lucky Punch beendet eine Ära
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Zwei Achtelfinal-Spiele, zwei Sieger, eine Zäsur: Am 6. Juli 2026 hat Spanien Portugal mit 1:0 geschlagen und damit die WM-Karriere von Cristiano Ronaldo beendet, während Belgien den Mit-Gastgeber USA mit 4:1 aus dem Turnier warf. Mit dem Ausscheiden der USA sind erstmals in der WM-Geschichte alle drei Co-Gastgeber vor dem Viertelfinale ausgeschieden. Was diese beiden Ergebnisse für die Titelquoten und das Viertelfinal-Tableau bedeuten, zeigt dieser datenbasierte Rückblick.

Die Spiele im Überblick
Der 6. Juli brachte die vorletzten beiden Achtelfinal-Entscheidungen. Beide Sieger, Spanien und Belgien, treffen im Viertelfinale am 10. Juli in Los Angeles direkt aufeinander.
| Partie | Phase | Ergebnis | Torschützen (Minute) |
|---|---|---|---|
| Portugal – Spanien | Achtelfinale | 0:1 | ESP: Merino (90+1′) |
| USA – Belgien | Achtelfinale | 1:4 | USA: Tillman (31′); BEL: De Ketelaere (9′, 33′), Vanaken (57′), Lukaku (90+3′) |
Spanien – Portugal: Der Joker und das Ende einer Ära
Spanien hat sich in Arlington erst spät belohnt: Der eingewechselte Mikel Merino köpfte in der 90.+1 Minute das 1:0 und schickte die Selección ins Viertelfinale. Deutsche Medien wie die Sportschau und der kicker stellten nach dem Abpfiff nicht das Tor, sondern den Abschied in den Mittelpunkt: Für Cristiano Ronaldo (41) war es das 27. und letzte WM-Spiel. Er beendet damit seine sechste und letzte Weltmeisterschaft ohne den Titel – als bislang einziger Spieler, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat, und mit 27 WM-Einsätzen die Nummer zwei hinter Lionel Messi (30).
Ronaldo verließ das Feld unter Tränen und ordnete das Aus so ein: „I’m sad to leave the World Cup this way. As I said yesterday, I gave it my all, and I leave with a clear conscience." („Ich bin traurig, die WM auf diese Weise zu verlassen. Wie ich gestern gesagt habe, ich habe alles gegeben, und ich gehe mit reinem Gewissen.") – das Zitat stammt aus dem ESPN-Interview vom 6. Juli 2026.
Spaniens Trainer Luis de la Fuente würdigte den Matchwinner und die Dramatik der Partie: „It was truly a fantastic game, a final before the final, and, as expected, we suffered until the very end." („Es war wirklich ein fantastisches Spiel, ein Finale vor dem Finale, und wie erwartet haben wir bis zum Schluss gelitten.") Über Merino sagte er: „Mikel Merino never lets you down. He won us the Euros. He’s a huge player; he’s one of the best in the world in his position." („Mikel Merino lässt dich nie im Stich. Er hat uns die EM gewonnen. Er ist ein überragender Spieler; er ist einer der Besten der Welt auf seiner Position.") Beide Zitate stammen aus dem Goal.com-Interview vom 6. Juli 2026.
Auch der Wettmarkt reagierte: Spaniens Titelquote verkürzte sich nach dem Sieg von rund 5,25 auf 4,50 (Bewegung +425 → +350, Stand: 6. Juli 2026 EOD ET). Den Detail-Überblick zur Selección liefert unsere Spanien-Seite.
Belgien – USA: Gastgeber-Aus und ein Doppelpack
Belgien machte im Lumen Field in Seattle früh alles klar: Charles De Ketelaere traf bereits in der 9. und 33. Minute zum Doppelpack, ehe Hans Vanaken (57′) und der eingewechselte Romelu Lukaku (90+3′) zum 4:1-Endstand erhöhten. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer der USA durch Malik Tillman (31′) blieb ohne Wirkung.
Mit dieser Niederlage endet die Heim-WM des US-Teams im Achtelfinale. Kapitän Tyler Adams fand nach dem Spiel klare Worte: „Tonight was not a good performance overall. It’s not what we look to achieve.“ („Heute Abend war das insgesamt keine gute Leistung. Das ist nicht das, was wir erreichen wollen.“) – aus dem FOX-Sports-Interview vom 6. Juli 2026. Der Überblick zur US-Mannschaft findet sich auf unserer USA-Seite.
Belgiens Titelquote verkürzte sich nach dem klaren Erfolg deutlich – die 24-Stunden-Bewegung lag laut FOX Sports bei rund +2200 → +1000 (etwa 23,0 → 11,0), auch wenn andere Buchmacher die Belgier weiter als klaren Außenseiter mit Quoten bis 51,00 führen. Getrübt wird der belgische Erfolg allerdings durch die wahrscheinlich schwere Knieverletzung von Amadou Onana, dessen Turnier nach Untersuchungsergebnissen vermutlich beendet ist.
Alle drei Co-Gastgeber sind raus – ein WM-Novum
Das USA-Aus komplettiert eine historische Serie: Erstmals in der WM-Geschichte sind alle drei Co-Gastgeber vor dem Viertelfinale ausgeschieden. Kanada verlor am 4. Juli mit 0:3 gegen Marokko, Mexiko unterlag England mit 2:3, und die USA schieden am 6. Juli gegen Belgien aus. Für das Viertelfinale bedeutet das eine bislang beispiellose Konstellation ohne jeden Gastgeber – ein Datenpunkt, den unsere WM-Statistik-Seite einordnet.
- Spanien schlug Portugal 1:0 durch Merinos Joker-Tor in der 90.+1 Minute und beendete Ronaldos sechste und letzte WM-Karriere.
- Belgien warf die USA mit 4:1 raus (De-Ketelaere-Doppelpack) und trifft im Viertelfinale auf Spanien.
- Spaniens Titelquote verkürzte sich auf 4,50, Belgien verkürzte nach dem 4:1 deutlich.
- Mit dem USA-Aus sind erstmals in der WM-Geschichte alle drei Co-Gastgeber vor dem Viertelfinale ausgeschieden.